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Aktuelles

Radfahren | 19.02.10

Radler nutzen Rückenwind aus der Steckdose

Wirtschaftsförderung will touristisches Potenzial der neuen E-Bikes nutzen.

Setzen auf E-Bikes (v. l.): Michaela Vorholt (Touristik GmbH Möhnesee), Kirsten Tischer (Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH), Guido Pieper (Heinz Kettler GmbH & Co. KG), Manuel Danischus (Löckenhoff & Schulte GmbH). Foto: Müschenborn/Kreis Soest

(Kreis Soest) E-Bikes sind der neue Trend auf dem Fahrradmarkt. Wer bei fahrradtouristischen Angeboten auf der Höhe der Zeit bleiben will, sollte diese Entwicklung nicht verschlafen. Deshalb hat die Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH (wfg) gemeinsam mit heimischen Kommunen, Touristikern, Gastronomen, Herstellern und Händlern eine E-Bike-Initiative für den Kreis Soest ins Leben gerufen.

Mit im Boot sitzen bereits die Touristik GmbH Möhnesee, die Gemeinde Welver sowie die Unternehmen Heinz Kettler GmbH & Co. KG, Ense, und Löckenhoff & Schulte GmbH, Lippstadt. „Erklärtes Ziel ist es, im Kreis Soest ein breiten Angebot von Verleihstationen aufzubauen sowie abgestimmte Marketingaktivitäten auf den Weg zu bringen“, erläutert Kirsten Tischer, Projektkoordinatorin bei der wfg. Interessierte Beherbungs- und Gastronomiebetriebe können sich an sie wenden (Telefon 02921 30-3479). Tischer: „Wir haben während einer ersten Informationsveranstaltung im Hotel Schloss Erwitte Hotels und Pensionen aus der Region unsere Idee bereits vorgestellt.“

Dabei hatten die Teilnehmer auch die Chance, E-Bikes selbst auszuprobieren. Mit deren durchaus leistungsstarken Antrieben eröffnen sich dem Nutzer völlig neue Möglichkeiten. Anstiege verlieren ihren Schrecken und man kommt unverschwitzt und schneller ans Ziel. „Die neue Generation der E-Bikes hat nichts mehr mit den Elektrorädern vergangener Zeiten zu tun. Sie sind technisch hoch entwickelte Produkte, die puren Fahrradgenuss ohne große Kraftanstrengung bieten“, betont Kirsten Tischer.

Kein Wunder, dass immer mehr den Rückenwind aus der Steckdose genießen wollen. Die Vervierfachung der jährlichen Verkaufszahlen in Deutschland innerhalb der vergangenen vier Jahre spricht für die immer größer werdende Akzeptanz dieses neuen Radtyps. Die Reichweiten der modernen Antriebe betragen bereits bis zu 100 Kilometer. Dabei halten sich die laufenden Kosten in Grenzen. Ein Aufladen der modernen Akkus koste im Schnitt nicht mehr als 10 Cent pro Ladung, haben Experten errechnet.

„Dieses moderne Verkehrsmittel auch im Bereich der touristischen Vermarktung der Region einzusetzen, ist Ziel des Projektes“, bringt es Kirsten Tischer auf den Punkt. „Dabei spielt die Bereitschaft zur Teilnahme der heimischen Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe eine wesentliche Rolle. Denn nur ein weitreichendes Netz an Verleih- und Ladestationen bietet für den Besucher einen echten Nutzen.“