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„The English Way of Heaven“

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Veranstaltungsdatum

26.03.2021 20:00 - 00:00 Uhr

Anmeldung erforderlich

Anmeldung erforderlich: Ja

Preise

Preisstufe 1 ermäßigt:  14,- €

Preisstufe 2 ermäßigt:  13,- €

Preisstufe 3 ermäßigt:  12,- €

Preisstufe 4 ermäßigt:  11,- €

Preis Bezeichnung Preis
Preisstufe 1 28,00 €
Preisstufe 2 26,00 €
Preisstufe 3 24,00 €
Preisstufe 4 22,00 €

Veranstaltungsort

Stadttheater Lippstadt
Cappeltor 3
59555 Lippstadt

Veranstalter

Städtischer Musikverein Lippstadt e.V.
Geiststr. 2
59555 Lippstadt

E-Mail: info@musikverein-lippstadt.de
Telefon: (0 29 41) 77 225
Homepage: http://www.musikverein-lippstadt.de

Tickets

Kulturinformation Lippstadt im Rathaus

Lange Straße 14, 59555 Lippstadt

Mail: post@kulturinfo-lippstadt.de

Mo bis Fr: 10 bis 18 Uhr

Sa: 10 bis 14 Uhr

+49 (0) 29 41 / 5 85 11

Informationen zur Barrierefreiheit

Aufzug
Behindertengerechtes WC

Der Vorverkauf beginnt am Freitag, 4. September 2020.

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Es mag an der Insellage liegen. England war im Vergleich zum Kontinent schon immer irgendwie anders. Es gibt ja dort den beliebten Scherz: ‚Sturm im Kanal, der Kontinent ist abgeschnitten!‘ Perspektive ist eben alles. Hinzu gesellt sich ‚Nostalgie‘ als wichtiges Stichwort. Der wehmütige Blick zurück auf glorreichere Zeiten ist ein stets wiederkehrendes Motiv. Heute sehnen sich Brexiteers nach alter Größe, als zu Beginn des 20. Jh. Großbritannien ein Viertel der Welt beherrschte. Bereits um die Jahrhundertwende hatte man ein anderes „Goldenes Zeitalter“ glorifiziert: die Elisabethanische Epoche. Doch wo viel Licht, da auch viel Schatten. Man denke an den Konflikt mit Maria Stuart, die Elisabeth durch mehrere Verschwörungen zu stürzen versuchte und wegen Hochverrats auf dem Schafott sterben musste. Ebenso ihr ehemaliger Liebhaber, der 2. Earl of Essex Robert Devereux, der auf ihr Geheiß hin seinen Kopf verlor.

Mitten im Schlachtenlärm des ersten Weltkriegs raffte sich Elgar auf, sein letztes Werk zu schreiben. Der Niedergang der Zivilisation in den Schützengräben hatte ihn zeitweise in tiefe Schaffenskrisen gestürzt. Mit dem Cellokonzert nahm Elgar Abschied, auch vom eigenen Komponieren. Es wurde sein letztes großes Werk, ein melancholisch-herber Schwanengesang auf eine sterbende Epoche. Und dieser ist bei Gabriel Schwabe in den besten Händen. Der cellistische Überflieger ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, u.a. gewann er 2007 den Deutschen Musikwettbewerb des Deutschen Musikrates und wurde von den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern mit dem Solistenpreis ausgezeichnet.

Elgars Landsmann und Kollege Ralph Vaughan Williams bemühte sich zeitlebens, das reiche Erbe der englischen Volksmusik, insbesondere des elisabethanischen Zeitalters, aufzuarbeiten. An ihnen schulte er seine eigene polyphone Satzkunst. Seine 2. Sinfonie löste ob der deutlich wahrnehmbaren lautmalerischen Assoziationen allerdings einige Kontroversen aus. Er wollte sie hingegen nicht als Programmmusik verstanden wissen. Dennoch erscheint sie wie ein Klangbild der Themse-Stadt, die von der Industrialisierung gezeichnet ist. Nach zaghaftem Erwachen der Stadt lässt es den Zuhörer in die Klangwelten der Metropole mit ihrem turbulenten Treiben eintauchen. Der dritte Satz, ein Nocturne, darf gemäß dem Komponisten als die in Töne gesetzte, nächtliche Stimmung am Themseufer mit seinen flirrenden Lichtern verstanden werden. Zum Finale gab er hingegen kaum Andeutungen. Für ein besseres Verständnis des Verstummens am Ende des Werks empfahl Vaughan Williams die Lektüre von H. G. Wells Roman „Tono-Bungay“. Dieser schildert eine Fahrt auf der Themse: „Nach und nach verlöschten die Lichter. England und das Königreich, Britannien und das Empire, der alte Stolz und die alte Andacht flossen vorüber, glitten dahin, versanken hinter dem Horizont, verschwanden – verschwanden. Der Fluss verschwand, London verschwand, England verschwand ...“.

Quellen: www.deutschlandfunkkultur.de; https://442hz.com/pub/jimdo/ensemble/103/werke/5906/programmtext?feedEventSlug=dx8743; https://www.br-klassik.de; www.opern-kritik.de/; www.kronbergacademy.de

Donizetti: Ouvertüre zu „Roberto Devereux“

Elgar: Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85

Vaughan Williams: Sinfonie Nr. 2 G-Dur „A London Symphony“

 

Neue Philharmonie Westfalen

Gabriel Schwabe, Violoncello

Leitung: GMD Rasmus Baumann

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Termine

Datum Uhrzeit
26.03.2021 20:00 - 00:00 Uhr